Berlin lockt die Welt - mit Streitsucht und Unbezähmbarkeit
Will man in Erfahrung bringen, wie global eine Stadt tatsächlich ist, fragt man am Besten nicht die Einheimischen. Die haben vor allem Wunschvorstellungen. So auch in Berlin. Die einen träumen davon, dass die Stadt das gleiche polyglotte Rausch- und Sündenbabylon sein solle wie in den Zwanzigern des vergangenen Jahrhunderts, nur ohne drohenden Krieg. Andere sehnen sich zurück in die alternative Trägheit der Achtzigerjahre, als West-Berlin ein Reservat der Leistungsverweigerer, Armeeflüchtlinge, Kieze und Straßenschlachten war. Und wer auf das schnelle Geldverdienen fixiert ist, preist ...