Porträt Klaus Staeck: Provokativer Plakatkünstler mit „Gerechtigkeitsfimmel" - Kultur
Einer Kohlezeichnung der ausgezehrten Mutter von Albrecht Dürer verleiht er 1971 neue Bedeutung: Anlässlich der Feierlichkeiten zum Geburtstag des Malers (1471-1528) und des zeitgleichen Kongresses des Grundbesitzervereins in Nürnberg plakatiert er das Motiv in der ganzen Stadt. Der Clou: Er verbindet die Zeichnung mit der Frage „Würden Sie dieser Frau ein Zimmer vermieten?“ 50 Jahre später ist der Engpass für bezahlbaren Wohnraum noch immer eine drängendes Problem. Auch die Pandemie fehlt in Staecks Werk nicht: Auf Basis eines beängstigenden Gemäldes von Hieronymus Bosch ist ein...