Ostbeauftragter Wanderwitz - Anhaltende Wählerbeschimpfung
Jetzt anmelden Als Claus Peymann am 8. Juni 1966 in Frankfurt am Main das Stück eines 23-jährigen Jurastudenten zur Ur-Aufführung brachte, löste es Tumulte aus. Die Rede ist vom heutigen Literaturnobelpreisträger Peter Handke und seiner legendären „Publikumsbeschimpfung“. Handke legte das Werk als reines Sprechstück an und zielte auf zweierlei ab, erstens auf die Überwindung des epischen Theaters, wie es Bertolt Brecht vertrat, und zweitens auf die Kritik des Beschweigens der deutschen Mittäterschaft im Fall Auschwitz. Der Mechanismus, um beides zu erreichen, bestand darin, nicht...