EM-Finale in London: Anarchie rund ums Stadion
Der Fußball hat einen seltsamen Sinn für Allegorien. Wer das bislang nicht glauben mochte, der war am Sonntagabend in London am richtigen Ort. Genauer gesagt: in Wembley, im EM-Finale zwischen England und Italien. Denn was hätte es Sinnbildlicheres für diesen alles in allem verrückten, punkig-anarchischen Tag gegeben als das Tor einzutreten? Ohne anzuklopfen oder zu fragen, geschweige denn ein Ticket zu lösen. In der zweiten Minute erzielte das englische Team sein Führungstor; sie fielen, wie man so schön sagt, mit der Tür ins Haus. Im Stile ihrer Fans vor dem Stadion, die für reich...