Bakteriophagen sind jeweils spezialisiert auf eine Bakterienart, oder sogar auf einzelne Stämme innerhalb einer Art. Das ist zum Beispiel bei Darmerkrankungen wie dem Reizdarmsyndrom vorteilhaft, weil Bakteriophagen - anders als Antibiotika - die "guten" Bakterien der Darmflora unbehelligt lassen und keine entsprechenden Nebenwirkungen verursachen. Ein Nachteil ist genau das allerdings in der täglichen Praxis: Um den richtigen Phagen auszuwählen, muss man erst analysieren, welches Bakterium die Beschwerden auslöst. Das dauert einige Zeit: Man muss eine Probe nehmen, die Bakterien vermehre...